Oliviersalat ist ohne Zweifel das Muss-Gericht der russischen Silvesterfeier. Weihnachten als Fest wurde durch lange sowjetische Regime aus der Tradition ausgedrängt, davon überlebten aber Tannenbaum, Weihnachtsmann (Ded Moroz), Sekt und Oliviersalat – alles jedoch kommt am 31.Dezember 🙂

Was zum richtigen Oliviersalat gehört ist auch eine große Frage. Die russischen Frauen haben das Rezept angepasst und nun kommen wir mit zugängigen Lebensmitteln aus. Ich mache diesen Salat (soll er eigentlich „Salat“ heißen? „Vorspeise“ passt etwa besser) nicht nur  zum Silvester – er passt ganz gut nicht nur zum Feiertisch, sondern zu einfachem Baguette und Weißwein als Abendessen.

Also, diesmal war Oliviersalat mein Beitrag zur Silvesterparty und so habe ich den gemacht:

300 g Rinderfilet – kochen (davon ergibt sich am Ende ca. 200g): am besten soll man Rinderfilet mit der gleichen Menge von Rinder- oder Kalbzunge – konnte ich aber vor Silvester nicht finden 🙁

200 g Hühnerbrustfilet – auch kochen (wird auch etwas „einkochen“)

150 g Surimi (Krebsfleisch würde besser passen, ist aber teuer…)

 Fleisch und Surimi soll man fein aufschneiden.

 3 Mittelgroße Kartoffeln und 3 Karotten kochen, abkühlen und schälen, in kleine Würfel Aufschneiden.

 2-3 russische Salzgurken, 1 mittelgroße Apfel, halbe frische Gurke (ich meine große holländische gurken) – in kleine Würfel aufschneiden.

 4-5 Eier kochen, pellen und aufschneiden.

 Alles zusammen mischen. Eine Dose junge Erbsen dazugeben. Und zum Schluss: Schnittlauch und Dill aufschneiden und untermischen.

 Als Dressing soll man russische Mayo mit Sauersahne (Verhältnis 1:1) zusammenmischen. Dressing soll man erst unmittelbar vor dem Servieren zugeben!

 Nun kommt das wichtigste: das Verhältnis von oben ist nach meinem Geschmack erfasst. Jede Hausfrau macht es unterschiedlich. Ich sehe zu dass nicht so viel Kartoffeln dran ist und ich mag es etwas mehr Karotten dazuzugeben. Dill und Schnittlauch ist überhaupt nicht von unbedingt. Und die meisten ersetzen Fleisch und Surimi mit einfacher Mortadella. Manche behaupten, dass es auch so besser schmeckt 🙂

Und vor allem: grosse Schüssel („Tazik“) machen, damit man die Reste noch 2 Tagen nach der Feier essen kann 🙂 Das gehört auch zur Tradition!