Auberginenragout

Auberginenragout

Heute waren Auberginen dran. Eigentlich ist sie kein zu 100% russisches Gemüse. Wie auch nach Europa kam Aubergine relativ spät nach Russland. In einer sovietischen Komödie über das Mittelalter gab es eine Szene, wo auf dem Tsaren-Mittagstisch neben grossen Schüsseln mit roter und schwarzer Kaviar eine kleine Schüssel mit einem kleinsten Tropfen Auberginenragout stand – und wurde mit Begier als „überseeisch“ bezeichet. Heute sind Auberginen wie auch sonstige Gemüse sehr beliebt.  Auberginenragout ist eine der beliebten Gemüsenvorspeise, die man auch überall konserviert in Glasdosen kaufen kann.  Es gibt es übrigens auch im Russischen Laden, aber zu Hause von frischem Gemüse gemacht schmeckt es ganz anders.

Normalerweise dünste ich Auberginen zusammen mit Tomaten und Paprika in einem Topf bzw. in einer hohen Pfanne, aber heute habe ich ein für mich relativ neues Rezept ausprobiert (jedoch ein bisschen auf meine Weise geändert) – und zwar es geht drum, dass man Paprika und Auberginen erst im Backofen machen muss und erst dann aufschneiden und kalt verrühren, ohne weiteres Dünsten. Das Rezept kommt aus dem Buch von Nika Belotserkovskaya, über die ich schon mal berichtet habe.

Also, man braucht 2 Auberginen, 1 rote Paprika, 3 kleine oder 1 grosse Tomate, 1 Zwiebeln, 3 Zehnen Knoblauch, ein Bündchen glatte Petersilie.

Gebacken!

Gebacken!

Und geschnitten!

Und geschnitten!

Auberginen und Paprika muss man mit etwas Olivenöl bestreichen und mit einer Gabel rund drum aufstechen. Den Backofen auf 180 Grad aufheizen, und die Gemüse ca 30 min im Backofen backen – die sollen ein bisschen „angebraten“ werden.

Dann soll man Tomaten mit kochendes Wasser begiessen, 3 min ziehen lassen, pellen und im Standmixer pürieren. Tomatenpüree zur Seite stellen. Etwas Olivenöl dazugeben.

Dann soll man gebackene Auberginen und Paprika auch pellen und im Standmixer kurz schneiden – nicht richtig pürieren, sondern grob aufschneiden. Dann mit Tomatenpüree verrühren.

Im Originalrezept sollte man dann Gemüse mit fein aufgeschnittenen Zwiebeln (weiss oder rot, wenn es etwas süsser sein soll; Zwiebeln in kleinen Mengen dazugeben und inzwischen immer probieren ob es genug ist, sonst wird es zu scharf) und Knoblauch verrühren. Ich fand aber letztes Mal das Zwiebelgeschmack zu „aggressiv“ – daher habe ich Zwiebeln in der Pfanne im Olivenöl gold gedünst (ca 5-7 min) und dann im Mixer noch feiner aufgeschnitten und zu Gemüse dazugegeben.

Umrühren und kalt stellen

Umrühren und kalt stellen

Zum Schluss kamen Petersilie und Knoblauch. Petersilie habe ich hauch im Mixer geschnitten, dazu Knoblauch reingepresst und alles mit Gemüse verrührt.  Petersilie war übrigens im Originalrezept nicht drin, aber ich mag Kräuter und gebe die überall dazu.

Salzen und pfeffern soll man nach eigenem Geschmack. Und – das wichtigste – kalt stellen, damit es richtig zieht.